Die Oberlausitz-Kliniken gGmbH erweitern ihr medizinisch-pflegerisches Angebot mit einer Fachklinik in der Altersheilkunde / Geriatrie
Die Oberlausitz-Kliniken gGmbH (OLK) am Standort Krankenhaus Bautzen baut das medizinisch-pflegerische Angebot als Schwerpunktversorger im Bereich der Altersmedizin / Geriatrie aus. Damit investiert die OLK in eine umfassende Versorgung der Patienten in der Region, schafft ein attraktives Arbeitsumfeld für die Beschäftigten und ist für die Zukunft gut gerüstet, wenn es um Weiterbildungs- oder Ausbildungsangebote geht.
Daniela Dießner-Koerner ist die neue Chefärztin der Klinik für Geriatrie und Palliativmedizin am Krankenhaus Bautzen. Seit Oktober 2024 wird der Aufbau der Geriatrie und geriatrischen Komplex-behandlung als sektorenübergreifende Versorgung vorangetrieben.
Schaut man auf die Zahlen, dann gab es 2023 rund 1.852 Patientinnen und Patienten die 85 Jahre und älter waren und in Bautzen und Bischofswerda stationär versorgt wurden. Die Tendenz ist weiter steigend. Der geriatrische Patient zeichnet sich durch ein höheres Alter und eine Multimorbidität aus. Die Krankheitsbilder umfassen ein breites Spektrum und tangieren nahezu alle Fachbereiche. Die meisten geriatrischen Patienten findet man in der Inneren Medizin, Orthopädie und Unfallchirurgie, der Neurologie, der Gefäß- und Visceralchirurgie, aber auch in der Urologie und Frauenheilkunde.
Im Rahmen gesundheitlicher Probleme kommt es bei den älteren Patienten zu nachhaltigen Beeinträchtigungen der Selbstbestimmung und selbständigen Lebensführung bis hin zur Pflegebedürftigkeit. In einem für ältere Menschen zugeschnittenem Behandlungskonzept können diese ganzheitlich auf die Bedürfnisse abgestimmt, besser versorgt werden. Ziel einer geriatrischen Behandlung ist nicht die Heilung, sondern der Erhalt oder die Wiederherstellung von Lebensqualität, um das Leben im gewohnten häuslichen Umfeld weiterhin zu ermöglichen.
Als Fachärztin für Innere Medizin / Geriatrie und Palliativmedizin kennt sich die neue Chefärztin mit den Krankheitsbildern in der Alters- und Palliativmedizin bestens aus. Seit 2016 war sie in der Akutgeriatrie als Oberärztin und seit 2020 als Chefärztin in den Fachkliniken für Geriatrie Radeburg tätig. Mit dem Neustart am Krankenhaus Bautzen wird nun erstmals hier eine solche Klinik etabliert. Damit kommt die OLK auch ihrem Anspruch als Schwerpunktversorger, dessen Status der Standort Bautzen seit Januar 2024 hat, nach. „Ich freue mich sehr, die verantwortungsvolle Aufgabe als Chefärztin zu übernehmen und habe als gebürtige Bautznerin gern zugesagt, als die Frage an mich herangetreten wurde, die neue Klinik hier aufzubauen“, sagt Frau Dießner-Koerner. Ihr Bestreben ist es, ein gut eingespieltes Team für die ganzheitliche Behandlung der hochbetagten, multimorbiden Patienten aufzubauen. Das ist eine wesentliche Voraussetzung, um eine nachhaltige und effiziente medizinische und therapeutische Behandlung durchführen zu können.
„Ich freue mich, Frau Dießner-Koerner als neue Chefärztin der Geriatrie in unserem Haus willkommen zu heißen. Mit ihrer umfangreichen Erfahrung und ihrem integrativen Ansatz wird sie gemeinsam mit dem interdisziplinären Behandlungsteam entscheidend zur Verbesserung der Versorgung unserer älteren Patienten beitragen. Ihre umfassende Expertise und ihr großer Einsatz für die altersmedizinische Patientenversorgung werden einen wertvollen Beitrag zur Etablierung und Weiterentwicklung unserer Klinik für Geriatrie und Palliativmedizin leisten. Ihr Engagement für die individuelle Betreuung und Verbesserung der Lebensqualität unserer Patienten passt perfekt zu unserer Medizinstrategie. Wir sind überzeugt, dass Frau Dießner-Koerner gemeinsam mit dem Behandlungsteam unsere geriatrische Abteilung maßgeblich weiterentwickeln wird.“, sagt Geschäftsführer Jörg Scharfenberg.
Zur Klinik für Geriatrie und Palliativmedizin gehören die Stationen 24 und 7, die bereits schwerpunktmäßig entsprechende Patienten behandeln und betreuen. Zur Klinik gehört weiterhin ein multiprofessionelles Behandlungsteam aus Ärzten, Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen und dem Sozialdienst. Die Klinik umfasst insgesamt 40 Betten (Geriatrie 30 Betten, Palliativstation 10 Betten).
Aufnahmemöglichkeiten zur geriatrischen Behandlung
Die frührehabilitative Komplexbehandlung ist ab einem Alter von 60 Jahren möglich. Zudem muss der Patient mindestens ein halbes Jahr an zwei chronischen Erkrankungen leiden mit typischer Multimorbidität und Defiziten in verschiedenen Funktionsbereichen, welche einen Verlust der Autonomie zur Folge haben.
Darüber hinaus muss ein medizinischer Behandlungsbedarf bestehen, welcher eine stationäre Aufnahme notwendig macht. Dieser liegt bei Ausschöpfung aller ambulanten Möglichkeiten und bei schweren, akuten Erkrankungen vor. Je nach Versorgungsbedarf kann der Aufenthalt zwischen 7 und 17 Tagen variieren.
Patienten können mittels Krankenhausverordnung / Einweisungsschein durch den Hausarzt oder als Direktverlegung aus dem Krankenhaus übernommen werden.
Diagnosen
Um die bestmöglichen Voraussetzungen für die klinische Behandlung zu schaffen, bedarf es einer umfangreichen Diagnostik. Diesbezüglich nutzen wir folgende Methoden:
- EKG, 24-Stunden-EKG, 24-Stunden-Blutdruckmessung, Shellong-Test
- Labordiagnostik
- Lungenfunktionsprüfung
- Sonografie des Abdomen und der Schilddrüse
- Doppler- und Duplexsonografie der Gefäße
- Echokardiografie
- Endoskopie
- Neurologische Basisdiagnostik (ENG, EEG, EVP, Liquorpunktion)
- MRT, CT, Röntgen
- Angiographie
- Wundtherapie
Behandlungsschwerpunkte
Unser Team bietet internistisch- geriatrische Akutbehandlungen bei Patientinnen und Patienten mit:
- Erkrankung des Muskel- und Skelettsystems
- Infektionen
- Entgleisung des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie des Stoffwechsels
- Morbus Parkinsonerkrankungen und deren Begleiterkrankungen
- chronischen arteriellen Durchblutungsstörungen und Begleiterkrankungen
- Stuhl- und Harninkontinenz
- gastroenterologischen Problemen
- akuten zerebralen Erkrankungen mit Lähmung-,
- Sprach-, Schluck-, Orientierungs- und Funktionsstörungen
- Schmerzsyndrome mit akuter Exacerbation und neuropathische Beschwerden
- akut dekompensierte Herz-Kreislauferkrankungen
- akuten Verwirrtheitszuständen mit und ohne Demenz
- Gangstörung und Sturzneigung, Stürze mit und ohne Frakturen, Sturzsyndrom
- nutritiven Störungen, Mangelernährung
- Immobilität bzw. Mobilitätsverlust bei/ nach
- akuten Erkrankungen, Verlust der Selbsthilfefähigkeit
- chronischen Wunden und Wundheilungsstörungen
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