Medizinische Premiere – erstmals Herzrhythmus-Behandlung am OLK

Pressemitteilung vom 13.03.2025

Bild-Info (v.li.): Oberarzt Dr. Alexander Francke, Ingrid Scheel, Stationsleiterin Birgit Hölzel, Geschäftsführer Jörg Scharfenberg und Chefarzt Prof. Dr. Steffen Schön. Foto: OLK/Robert Reuther

Das neue Kardiologie-Team am Bautzener Standort der Oberlausitz-Kliniken gGmbH hat seine erste Pulmonalvenenisolation erfolgreich durchgeführt.

Ein bedeutender Moment für die medizinische Versorgung in der Region: Erstmals seit Bestehen der Oberlausitz-Kliniken (OLK) Bautzen ist dort eine sogenannte Pulmonalvenenisolation (PVI) zur Behandlung von Vorhofflimmern durchgeführt worden. Dieser Meilenstein markiert einen wichtigen Fortschritt in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen vor Ort.

Was ist eine Pulmonalvenenisolation und warum ist sie wichtig?

Die Pulmonalvenenisolation ist ein spezialisierter, minimalinvasiver Eingriff zur Behandlung von Vorhofflimmern – der häufigsten Form von Herzrhythmusstörungen. Dabei werden elektrische Fehlleitungen in den Lungenvenen gezielt verödet, um das unregelmäßige Herzrasen zu stoppen. Dies geschieht meist durch eine sogenannte Katheterablation, bei der mit Hitze (Radiofrequenzablation), Kälte (Kryoablation) oder Hochenergie-Impulse (Pulsed Field Ablation) das störende Gewebe verödet wird. Für viele Betroffene bedeutet dieser Eingriff eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität und teils auch der Lebenserwartung, da er helfen kann, das Vorhofflimmern dauerhaft zu beseitigen.

Neue Kardiologie-Ära in Bautzen

Möglich wurde dieser Eingriff durch das neu aufgestellte Team der Kardiologie um Prof. Dr. Steffen Schön, der die Position des Chefarztes der Medizinischen Klinik 1 Anfang dieses Monats übernahm. Mit den Oberärzten Prof. Dr. Carsten Wunderlich und Dr. Alexander Francke brachte er zwei erfahrene Rhythmologen mit nach Bautzen, die über umfassende Expertise auf diesem Gebiet verfügen. Ihr Wissen und ihre Erfahrung ermöglichen es, hochspezialisierte Verfahren wie die PVI nun auch im Landkreis anzubieten.

"Dass wir Eingriffe wie die PVI nun in Bautzen durchführen können, ist ein wichtiger Fortschritt für die medizinische Versorgung in der gesamten Region. Als Schwerpunktversorger ist es uns sehr wichtig, dass unsere Patientinnen und Patienten mit höchster medizinischer Qualität vor Ort versorgt werden", sagt Prof. Schön.

Auch OLK-Geschäftsführer Jörg Scharfenberg zeigt sich erfreut: "Wir haben uns mit unserem Medizinkonzept 2030 das Ziel gesetzt, moderne Spitzenmedizin anzubieten. Dieser Meilenstein zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die mit großem Engagement und Fachkompetenz zur erfolgreichen Etablierung dieser hochspezialisierten Methode beigetragen haben. Wir werden weiterhin alles daransetzen, unseren Patientinnen und Patienten die bestmögliche Versorgung auf höchstem medizinischen Niveau zu bieten.“

Dies spiegelt sich auch in der bereits jetzt stark gestiegenen Nachfrage nach rhythmologischen Eingriffen wie der PVI wider. „Wir sind Stand März bei Wartezeiten von teilweise mehr als zwei Monaten. Um diesen Bedarf und der Versorgung im Landkreis und darüber hinaus nachzukommen, investiert das Klinikum fünf Millionen Euro in zwei neue Herzkatheterlabore“, sagt Prof. Schön. Deren Ausbau läuft derzeit auf Hochtouren und soll Mitte Mai abgeschlossen sein.



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