Oberlausitz-Kliniken Bautzen gründen
 neues Brustzentrum

Pressemitteilung vom 21.03.2025

Dank eines interdisziplinären Netzwerks von Expertinnen und Experten können Patientinnen mit einem Mammakarzinom in der Region optimal versorgt werden.


Die Oberlausitz-Kliniken (OLK) erweitern ihr medizinisches Angebot und gründen ein spezialisiertes Brustzentrum am Standort Bautzen. Ziel ist es, Patientinnen mit der Diagnose Brustkrebs bestmöglich zu versorgen und eine ganzheitliche Behandlung anzubieten. Die offizielle Eröffnung des Oberlausitzer Brustzentrum im Haus am Stadtwall am 20. März markiert einen bedeutenden Schritt in der regionalen Frauenheilkunde.

„Mit dem neuen Brustzentrum schließen wir eine Versorgungslücke und bieten Patientinnen im gesamten ostsächsischen Raum eine umfassende und wohnortnahe Behandlung an“, sagt Jörg Scharfenberg, Geschäftsführer der Oberlausitz-Kliniken. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: Jährlich erhalten mehr als 70.000 Frauen in Deutschland diese Diagnose, etwa 13 von 100 Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens daran, also im Schnitt jede achte Frau in der Bundesrepublik. „Das Gute ist: Frühzeitig erkannt und leitliniengerecht behandelt, sind die meisten Brustkrebs-Erkrankungen heilbar“, so Jörg Scharfenberg weiter. Um den Frauen die bestmögliche medizinische Betreuung zu bieten, setzt das Brustzentrum auf ein interdisziplinäres Netzwerk aus Spezialisten.

Enge Verzahnung vieler Fachbereiche

Führende Expertinnen und Experten konnten für das Zentrum gewonnen werden. Dazu gehören Dr. Aiman Bachouri, erfahrener Brustchirurg – der bereits an der Gründung eines der ersten Brustzentren in Sachsen beteiligt war – sowie Martina Liese, renommierte Radiologin mit knapp 40 Jahren Berufserfahrung. Gemeinsam mit einem Team aus Gynäkologen, Radiologen, Pathologen und Psychoonkologen sorgen sie für eine umfassende Diagnostik und Therapie. „Das Besondere am Standort Bautzen ist die enge Verzahnung aller Fachbereiche, die für die Behandlung des Mammakarzinoms relevant sind", betont Jörg Scharfenberg.

Neben der medizinischen Expertise hat der Klinikverbund rund 800.000 Euro in modernste Medizintechnik investiert, darunter ein neues Mammografie-Gerät, eine hochpräzise Vakuumbiopsie-Einheit, ein modernes Ultraschallgerät sowie zwei spezielle Mamma-MRT-Spulen zur Diagnostik und Biopsie. Dadurch kann die gesamte Behandlungskette von der Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie optimal abgebildet werden.

Für die Zertifizierung des Brustzentrums durch die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Senologie ist eine Mindestanzahl von 100 Brustkrebsoperationen pro Jahr erforderlich. „Wir gehen davon aus, dass wir bereits im ersten Jahr diese Zahl erreichen werden“, sagt Dr. Bachouri. Die Patientinnen profitieren nicht nur von der medizinischen Qualität, sondern auch von kürzeren Wegen und einer engen Abstimmung zwischen den beteiligten Fachbereichen.

Die Gründung des Brustzentrums ist Teil der langfristigen Medizinstrategie 2030 der Ober-lausitz-Kliniken. „Unsere demografische Entwicklung, der steigende Versorgungsbedarf und unser Status als Schwerpunktversorger machen es erforderlich, unser medizinisches Angebot gezielt weiterzuentwickeln“, erläutert Jörg Scharfenberg. „Das neue Brustzentrum ist ein entscheidender Baustein für die Zukunft der Frauenheilkunde in der Region.“

Mit der Eröffnung des Zentrums setzt das Krankenhaus Bautzen ein klares Zeichen für die bestmögliche Versorgung von Brustkrebspatientinnen und stärkt die medizinische Infrastruktur in der Oberlausitz nachhaltig.

Leistungsspektrum des Oberlausitzer Brustzentrums:

  • Moderne Bildgebung: Hochauflösende Mammasonographie, digitale Mammographie, Mamma-MRT 
  • Gewebediagnostik: Stereotaktische Vakuumbiopsie und sonografisch geführte Stanzbiopsie, mit oder ohne Markierung sowie insbesondere Mamma MRT Biopsien und Markierungen 
  • Brustkrebs-OPs & Rekonstruktion: 
    • Brusterhaltend: Tumorentfernung mit oder ohne Gewebeverschiebung, Reduktionsplastik
    • Mastektomie: Hautsparend oder modifiziert radikal
    • Lymphknoten-OPs: Wächterlymphknotenentfernung, Axilladissektion
    • Rekonstruktion: Implantate, Eigengewebe (Latissimus-dorsi, TRAM), Brustwarzenrekonstruktion
  • Ästhetisch-plastische Eingriffe: 
    • Korrektur von Fehlbildungen & Asymmetrien
    • Brustvergrößerung (Silikonimplantate, verschiedene Zugangswege)
    • Brustverkleinerung & -straffung, Korrekturen an Brustwarze & Warzenvorhof
    • Bauchdeckenstraffung, Narbenkorrekturen, Fettabsaugung
    • Intimchirurgie (Labien, Hymen, Vulva etc.)
  • Nuklearmedizin: Planung von Wächterlymphknoten-Markierung & Skelettszintigrafie 
  • Kooperation mit Strahlentherapiezentren: Adjuvante & palliative Bestrahlung 
  • Medikamentöse Therapien: Chemotherapie, Hormontherapie, Antikörpertherapie (z. B. Herceptin, Avastin, Tyverb) 
  • Ganzheitliche Betreuung: Psychoonkologie, Physiotherapie, Schmerztherapie, Palliativmedizin & Hospizbegleitung


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